Blog-Archive

Heiliger Gral der Produzenten: Mikrofone (Teil 1)

2016-11-19-18-44-06
Jedes Studio hat ihren heiligen Gral: ihre Mikrofone.
Ist ja klar, das ist die Grundlage des Studios.
Die Worte: Neumann, Telefunken, Brauner, AKG lassen die Herzen der Musikproduzenten höher schlagen. Man kann es ihnen auch nicht verübeln, die Mikrofone fangen die Magie der Stimme oder des Instruments ein und machen somit einen großen Teil DES SOUNDs.
Natürlich ist alles wichtig: die Räumlichkeiten, die Akustik, die Preamps und Kompressoren…
Aber Mikrofone… manche Mikrofone haben ihre eigene Röhrenseele, manchmal ist die Mikrofonseele auch kondensiert, aber erfahrene Produzenten wissen: jedes Mikro ist einmalig. Es ist ein Hauch von Nuance, aber den Unterschied gibt es…
Diese feinen Unterschiede werden wir noch bei vielen anderen Themen im Tonstudio antreffen, aber bleiben wir zunächst bei den Mikrofonen.
Jedes Jahr gibt es weltweit immer mehr Mikrofone.  Es wird immer mehr günstige und gute Mikrofonen geben. Und dabei werden die raren Vintage Mikrofone immer teuerer. Diesen besonderen Sound, die Authentizität, die will man einfach haben. Jeder Produzent muss seinen, für seine Bedürfnisse abgestimmten Mikrofonpool für sein Studio selbst finden und sich erarbeiten. Es ist toll wenn man sich die unglaublichen Vintage Mikrofone leisten kann, aber es gibt auch tolle Mikrofone „von der Stange“. Darüber und über viel mehr sprechen wir im nächsten „Mikro“ Blog.

Stay tuned!

Eure Siggi und Inna

Advertisements

A little bit of magic

Wir haben es lange vorbereitet und uns viele Gedanken gemacht. Wie haben Getränke gekauft und Tische aufgestellt, wir haben die Freunde, Kollegen und Musiker eingeladen, mit denen wir arbeiten, aber auf das was passierte waren wir nicht vorbereitet.
Eigentlich erwartet man es immer, bzw. man hofft darauf. Sorry, es klingt ein wenig hochtragend, aber wenn „Music happens“ das ist doch ein Wunder.
Und was an unseren Tag der offenen Tür passierte, war einfach unfassbar geil. Jörg Schreiner kam und spielte, er spielte ein Song von Andreas Burani, aber eigentlich klang es wie ein Song von Jörg selbst. Jörg ist einer der coolsten Songwritern mit einem besonderes feinem Sprachgefühl.
Und dann kam Olli Roth, einer der außergewöhnlichen Sängern. Wahrscheinlich gibt es keine Stimmlage, die Olli nicht beherrscht. Von unfassbar voll klingenden Tiefen in die unglaublichen Höhen, die fast Niemand auf der Welt singen kann, gleitet Olli mit solche Leichtigkeit und Eleganz, dass man überhaupt gar nicht dazu kommt zu merken, wie unglaublich schwer das ist was er singt. Gut dass wir ein Tonstudio sind und oft mit Olli zusammen arbeiten, die Aufnahmen bezeugen seine abnormale Stimme.
Und dann kam Siggi dazu mit seiner geliebten Gibson SG und es ging los und wie es los ging.
Erst später sagte Siggi dass sie noch nie auf die Art zusammen gespielt haben, so zu dritt. Das könnte Inna einfach nicht glauben, es klang so, als ob die Jungs seit Jahren täglich zusammen spielen.
Wir probierten Liveübertragung Video Streaming bei Facebook und das Video, das ein kleines Songstückchen wiedergab (aber was für ein Stückchen!) wurde innerhalb von 48 Stunden über 10 000 Mal geklickt und fast 4000 abgespielt.
Es fing mit einem Jam an und steigerte sich zum wenn auch kurzem, aber geilen Rockkonzert.
Und das war nur der Anfang. Viele Leute kamen vorbei und es gab richtig coole Atmosphäre und gute Gespräche. Eins ist klar, nächstes Jahr gibt es den Event wieder und dazwischen werden wir bestimmt auch einiges anpeilen.
See you soon!

Rock on!

More better News

Es gab so viel zu tun bei uns im Studio, zum Blog Schreiben kommt man dann einfach viel zu selten.

Also, unsere Neuigkeiten: wir haben ein Label!!!

Und das Label hat einen schönen Namen: OCEAN ONE RECORDS. Obwohl wir schon eine Veröffentlichung haben und natürlich ein Label Code, ist unser Label noch in den Kinderschuhen.              Die erste VÖ wurde ein Traum, ein verspäteter, aber verwirklichter Traum von BERND ROY. Wir sind sehr stolz auf dieses Projekt und auf Bernd.

Die Arbeit, die notwendig war um unseren Label zu starten war eine große Herausforderung und es bleibt immer noch eine…

Es gab viele interessante Projekte in den letzten Monaten und Wochen: Radiospots für BMW und MINI, Ton- und Videoaufnahmen für eine neue ganz junge, aber sehr talentierte Künstlerin MY PAULA, Produktion für das kommende VÖ von Inna Ligum, neue Songs für den englischen Songwriter Alan Saxon (er hat damit übrigens die Halbfinale des größten britischen Songwriters Contest erreicht) und viel mehr.

Aber letzte Woche haben wir nicht nur eine tolle Musikproduktion angefangen, sondern auch gleich eine Videoproduktion gestartet. Inspiriert dazu wurden wir durch einen besonderen Musiker: MICHAEL EB. Der 23 jähriger Künstler konnte mit seinem Song „Sing Another Song“ nicht nur die Juri vom SWR3 Nachwuchfestival überzeugen, sondern auch den Sound Factory Produzenten Siggi Zundl. Für die Produktion wurden renommierten Musiker David Anlauff (Drums) und Gigu Neutsch (Bass) engagiert und ein Videoteam bestellt.

Die kreative Sound Factory Managerin und Sängerin Inna Ligum hat einen Drehbuch geschrieben, die Storyboards gemacht und die Regie übernommen. Für den Dreh konnten wir den Kameramann Michael Fuchs von meikel.tv und Cutter Moritz Schleiffelder gewinnen. Und für die schauspielerische Leistungen war die junge Sängerin Vera Glitsch zuständig. Es war eine enorme Herausforderung, aber mit diesem hervorragenden Team war alles zu bewältigen. Die Unterstützung von unseren Praktikanten Martin Orth und Tobias Escher kam zum richtigen Moment. Es hat einfach alles gepasst!

Das Rohmaterial ist jetzt da und es geht an den Schneidetisch…

Also hoffen wir auf noch mehr guten Nachrichten…

Bis bald!

Unsere Studio-Praktikantin Miriam Wahl berichtet über X-Factor Finale

Wenn es um das reine Business geht, ist da überhaupt noch Platz für die Musik?
Definitiv JA!
Davon konnte ich mich selbst überzeugen beim Finale von „X-Factor“ in Köln.
Diese Erfahrung wollte ich auch keinesfalls missen.

Aber wie läuft das eigentlich ab bei einem Finale?
Auch ich habe mir diese Frage lange gestellt. Beim Aufruf einer Castingshow melden sich tausende Menschen an. Doch gewinnen kann letztendlich nur einer. Ob dies immer die richtige Entscheidung ist, ist schwer zu beurteilen. Während einige große Erfolge feiern, geraten die anderen schnell wieder in Vergessenheit.
Trotzdem wollte ich mir einmal ansehen, wie genau eine Finalsendung abläuft.

Warum also nicht bei X-Factor?
Telefon geschnappt, Karten reserviert und ab ging’s nach Köln.

Die Sitzplätze wurden von vornherein fest vergeben. So entstanden Fanblocks.
Auf der linken Seite saßen die „Edita-Fans“, auf der rechten Seite die „BigSoul-Fans“. Nachdem die Zuschauer, in Gruppen von A bis E eingeteilt, zu ihren Sitzplätzen gebracht wurden, ging es auch zeitnah los.
Aber nicht mit der eigentlich Show. Nein, den zuerst wurden uns genaue Anweisungen gegeben, wie wir uns in bestimmten Situationen zu verhalten haben.
Positives Statement: klatschen und Beifall.
Negatives Statement: Widersprechen und Buh-Rufe.
Aber sollten die Emotionen nicht natürlicher Herkunft sein? Für mich ist es fraglich, ob es gerechtfertigt ist, den Zuschauern die Gefühle in bestimmten Lagen aufzuzwingen.
Die Stimmung war dennoch in Ordnung.

Die Menschen waren mit Leib und Seele dabei, wenn auch der Funke nicht immer übersprang.
Als ich mir die Wiederholung der Sendung zu hause ansah, kam es mir „größer“ vor, als in der Sendung direkt.
Und auch die Star-Acts Shakira und Xavier Naidoo traten nicht live in der Sendung auf, sondern wurden bereits vorher aufgezeichnet. Habt ihr dies an den wechselnden Bühnenoutfits bemerkt? Was der Grund dafür war? „Ein Live-Auftritt ist aus technischen Gründen während der Sendung unmöglich.“ Dazu kann nicht mehr gesagt werden.
Als dann endlich unsere neue X-Factor-Siegerin EDITA ABDIESKI gekürt wurde, war der Abend schnell zu Ende. Die Kameras waren aus. Aber nur für die Zuschauer, die zu hause vor den Bildschirmen saßen. Live im Studio wurde weiter gefeiert. Edita hat zu Recht gewonnen. Sie hat eine atemberaubende Stimme und hat definitiv den gesuchten „X-Factor“.
Wir dürfen gespannt sein, wie sie sich entwickeln wird.
Jedoch müssen die ebenfalls außerordentlichen Leistungen von „BigSoul“ erwähnt werden. Grandiose Stimmen, auch wenn sie neben Superstar Shakria leicht versanken.
Edita Abdieski hingegen hat diese Hürde im Duett  mit Xavier Naidoo mt dem Song „Wo willst du hin“ bravurös gemeistert.
Natürlich ließ ich mir nicht nehmen, ein paar Worte mit den Kandidaten zu wechseln. Besonders nett war der smarte Anthony Thet. Schade nur, dass man keinerlei Utensilien mit ins Studio nehmen durfte. Wie gerne hätte ich ein Erinnerungsfoto mit ihm geschossen.

„Schade, dass ich jetzt keine Kamera habe, Anthony. Aber da kann man leider nichts machen…“

Auf dem Weg aus dem Studio raus – und zur After Show Party rein, bekommen wir unser Privateigentum selbstverständlich zurück. Und dann kam wieder.

Ich sagte zu ihm:
“Jetzt habe ich meine Kamera wieder!“,
worauf er antworte:
„Dann muss es Schicksal sein“.

Wie in einem schlechten Film, löste ich mehrmals aus, aber das Foto wollte nicht richtig zustande kommen. Gut nur, dass Anthony soviel Geduld mitbrachte.
Schmunzelnd bemerkte er:
„Das macht er doch mit Absicht. Aber wir können gerne so stehen bleiben.“

Das war ein grandioser Abend und ich war positiv von der Seriosität der Sendung überrascht.

Eure Studio-Praktikantin
Miriam Wahl

Bookmark and Share